1600 Franken mehr für Strom

20.09.2011

Die Energiewende wird teuer. Für den Strom muss der mittlere Haushalt statt wie heute rund 900 neu gegen 2500 Franken zahlen. Der Benzinpreis steigt auf 4 Franken.

Bundesrat und Nationalrat wollen die Schweizer Kernkraftwerke am Ende ihres Betriebs nicht ersetzen. Die propagierte Energiewende basiert auf dem Konzept einer 2000-Watt-Gesellschaft. Heute konsumieren Schweizerinnen und Schweizer aber 5000 bis 6000 Watt pro Kopf.


Mehr als Verdoppelung 

Um den Energieverbrauch entsprechend zu senken, brauchts eine massive Lenkungsabgabe. Und die hats in sich. Gemäss den «Grundlagen für die Energiestrategie des Bundesrates» steigen die Energiepreise zwischen 2009 und 2050 happig: Heizöl von 68,9 auf 163 Rappen/Liter (+136%), Erdgas von 9,8 auf 23,8 Rappen/kWh (+143%), Strom von 17,8 auf 46,7 Rappen/kWh (+162%) und Benzin von 1.51 auf 4 Franken/Liter (+165%).


Untragbar und unsozial 

Solche masslosen Lenkungsabgaben lehnt die aves Bern ab. Allein die jährlichen Stromkosten eines durchschnittlichen Haushalts würden von rund 1000 auf über 2600 Franken steigen. Auch die Industrie würde zur Kasse gebeten. Die Papierfabrik Utzenstorf zum Beispiel hätte bis 2050 Strom-Mehrkosten von über 44 Millionen Franken zu tragen. «Für die privaten Haushalte und die Wirtschaft ist eine derartige Energie-Abzockerei untragbar», sagt Nationalrat Christian Wasserfallen, Präsident aves Bern. Und Vizepräsidentin Jolanda Brunner-Zwiebel kritisiert: «Offenbar sollen nur noch Reiche Auto fahren können.» Gerade im Hinblick auf die verschärfte Wirtschaftssituation mit der enormen Frankenstärke sind wichtige Produktionsfaktoren wie Energie nicht politisch weiter zu verteuern.


Ständerat soll korrigieren                                            

aves Bern erwartet, dass der Ständerat am 28. September in der Herbstsession die unüberlegten Entscheide von Bundesrat und Nationalrat korrigiert und mehr Pragmatismus walten lässt. Sie begrüsst den Entscheid der vorberatenden Ständeratskommission, den Bau von Kernkraftwerken einer neuen Generation nicht zu verbieten und von einer gestaffelten Stilllegung bestehender Kernkraftwerke abzusehen.

aves Bern

aves Bern – die mit 1400 Sympathisanten grösste Sektion der Aktion für eine vernünftige Energiepolitik Schweiz – steht für Sachlichkeit in der öffentlichen Diskussion zum Thema Energie, eine Energiezukunft im Kanton Bern, die Sicherheit schafft, Wohlstand wahrt und Wachstum ermöglicht sowie eine effiziente, umweltverträgliche und klimaschonende Energieversorgung. aves Bern setzt sich konstruktiv mit allen vier Säulen der Energiestrategie des Bundes auseinander und arbeitet unter dem Motto: «Alle Energien nutzen.»

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