Sichere Energieversorgung

Schweizer Strom für eine unabhängige Versorgung

Schweizerinnen und Schweizer verbrauchen immer mehr Strom – trotz effizienter Geräte. Allein 2010 stieg der Verbrauch um 4 Prozent. Reicht der Strom auch in Zukunft für alle? Die bundesrätlichen Energieperspektiven für 2050 verzichten auf Kernenergie. Wie die Stromlücke geschlossen werden soll, ist umstritten.

Ohne Massnahmen steigt der Stromverbrauch weiter (Referenzszenario). Der Bundesrat will den Verbrauch drücken (Zielszenario). Dennoch bleibt eine Stromlücke.  (Quelle: Prognos / Grundlagen für die Energiestrategie des Bundesrates, Frühling 2011)
Ohne Massnahmen steigt der Stromverbrauch weiter (Referenzszenario). Der Bundesrat will den Verbrauch drücken (Zielszenario). Dennoch bleibt eine Stromlücke. (Quelle: Prognos / Grundlagen für die Energiestrategie des Bundesrates, Frühling 2011)

Stromimporte sind für die aves Bern keine nachhaltige Alternative. Sie setzen voraus, dass das Ausland liefern kann und genügend Stromautobahnen (Höchstspannungsleitungen) zur Verfügung stehen. Beides ist ungewiss. Und: Schon heute ist die Schweiz im Winterhalbjahr auf Importe angewiesen. Angesichts der totalen Auslandabhängigkeit bei fossilen Energien kann es sich unser Land nicht leisten, auch noch beim Strom völlig fremdbestimmt zu werden.


Sonne, Wind, Biomasse und Erdwärme (neue erneuerbare Energien) dürften in Zukunft zwar einen wesentlichen Beitrag zur Stromversorgung leisten. Ob er genügt, bleibt fraglich. Auch Klima schädigende Gaskraftwerke sind keine Dauer-Lösung. Daher ist es verantwortungslos, voreilig den bewährten Strommix von heute aufzugeben.

Stromproduktion, die jederzeit verfügbar ist

Die Verbindung von Energieeffizienz- und Klimazielen sorgt für höheren Stromverbrauch. Grund: wird zum Schutz des Klimas auf fossile Energien (Öl, Gas) verzichtet, brauchts mehr Strom. Insbesondere eine auf Elektrizität setzende Mobilität (z.B. Elektroautos) wird den Stromverbrauch weiter steigen lassen. Diesem Verbrauch muss eine zuverlässige Produktion entgegenstehen: eine Stromproduktion, die jederzeit verfügbar ist und die Bedürfnisse von Wirtschaft und Bürgerinnen und Bürgern berücksichtigt.

Sichere Versorgung dank intelligentem Mix aller Energiequellen

Die Kombination aller verfügbaren Schweizer Energiequellen sichert unsere Stromversorgung. An erster Stelle steht der sparsame Umgang mit Strom. Wasserkraft und weitere erneuerbare Energien sind auszubauen. Kernenergie soll so lange genutzt werden, wie die Werke sicher betrieben werden können. Der anzustrebende Energiemix muss die Bedürfnisse von Umwelt, Wirtschaft und Bevölkerung optimal erfüllen.

Unsere Forderungen

  • Tiefere Abhängigkeit von ausländischen Stromlieferungen. 
  • Mehr Stromproduktion aus Wasserkraft.   
  • Einsatz von Sonnenenergie und Erdwärme vor allem für Wärmeproduktion. 
  • Weiterbetrieb der Schweizer Kernkraftwerke, so lange Sicherheit gewährleistet ist. 
  • Kein Verbot von Kernenergie.
  • Nicht das Parlament, sondern das Volk hat über die Energiezukunft der Schweiz zu entscheiden.

Wussten Sie, dass …

  • ... die sogenannten «Strombarone» Repräsentanten des Schweizer Volks sind. Über 85 Prozent aller Elektrizitätsgesellschaften gehören der öffentlichen Hand und damit der Bevölkerung.
  • ... der Schweizer Strom mit 55 Prozent aus Wasserkraftwerken und knapp 40 Prozent aus Kernkraftwerken praktisch CO 2 -frei ist? 
  • ... die Schweiz 2010 zum dritten Mal nach 2005 und 2006 mehr Strom importieren musste als sie exportieren konnte? 
  • ... die Schweiz zur Sicherung der Stromversorgung bis 2020 rund 1000 Kilometer Höchstspannungsleitungen ausbauen und erneuern muss? In den letzten zehn Jahren wurden bloss 150 Kilometer gebaut.

(Quellen: Schweizerische Elektrizitätsstatistik, Swissgrid, Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen)

Links

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